Follow our dreams…
Blog

Yellow Rock Part II

Gestern morgen habe ich es erst einmal ruhig angehen lassen. In aller Ruhe aufgestanden (obwohl ich schon seit 4h wach war – schaffe es irgendwie nicht mich zeitzonenmäßig anzupassen), Sachen gepackt und ausgechecked. Bei Laid Back Larry’s dann einen akzeptablen Kaffee getrunken und dazu ein Egg-Cheese Sandwich vertilgt.

Anschliessend in den Supermarkt und frisches Eis für die Kühlbox geholt sowie das Auto vollgetankt. Danach setzte dann allerdings die grosse Ratlosigkeit ein, denn ich konnte mich irgendwie nicht entscheiden was ich nun als nächstes machen sollte. Ich hab dann eine Stunde auf dem Parkplatz eines in der Nähe befindlichen Motels gestanden, weil es dort freien Wifi-Zugang gab und ich mir im Internet noch ein Inspirationen holen wollte.

Irgendwann habe ich dann entschieden, den Yellow Rock zu besuchen. Ich hatte mir dafür zu Hause auch schon eine topografische Karte ausgedruckt. Also auf Richtung Page auf der 89. Bei der Riesenbaustelle hatte ich diesmal Glück und ich musste nicht lange warten. Derzeit rotiert im CD-Player Deep Purple’s “Machinehead”. Der Song “Lazy” passte dann auch perfekt zu meiner Tagesstimmung.

Nach knapp einer Stunde Fahrt bin ich dann am Abbieger der Cottonwood Canyon Road abgebogen. Die CCR ist eine echte Dirtroad und je nach Wetterlage selbst mit Offroad-Fahrzeugen nicht zu befahren, da sich teilweise eine tiefe Lehmschicht auf der Strasse bildet (nach Regen). Man konnte auch noch entsprechende Spuren von letzter Woche sehen.

Nach etwa 14 Meilen Fahrt auf holpriger Pisten habe ich auf dem kleinen Parkplatz abseits der Strase geparkt, der den Trailhead zum Hackberry Canyon bildet. In den wollte ich aber nicht (den ersten Teil haben wir 2008 mal kurz erkundet), da ich etwa 400m weiter südlich musste, wo es einen Zugang im Felslabyrinth Richtung Westen gibt.

Das gestaltete sich aber gar nicht so einfach, denn dazu musste man über den Paria River. Dieser führte zwar nur noch zentimetertiefes Wasser, aber das Flussbett war fast überall so matschig, dass man sofort tief eingesunken wäre und mit Sicherheit seiner Schuhe verlustig gegangen wäre. Zudem waren die Uferbänke mit Bäumen und Buschwerk zugewachsen. Nach gut 30 Minuten Suche war ich dann aber auf der anderen Seite und konnte problemlos in den canyonähnlichen Einlass in den Felsen Richtung Westen wandern.

Kurz nach dem Einlass konnte ich dann auf der rechten Seite einen extrem steilen Pfad sehen. Also hoch da! Das war aber nicht einfach, da der Untergrund extrem lose war und es keine Möglichkeit zum Festhalten gab. Meine “exzellente” Kondition und der schwere Rucksack haben auch nicht gerade geholfen. Ich musste gut 4 oder 5 kurze Pausen einlegen, aber nach geschätzten 25 Minuten war der Anstieg geschafft.

Danach war das Wandern wunderschön und bald kam der Yellow Rock in Sicht:

20110922-073514.jpg

Von hier aus waren es noch gut 15 Minuten und ich stand am Fuss des Yellow Rock, der aber gar kein Felsen ist, sondern aus Sandstein besteht. Trotz der hochstehenden Mittagssonne entfaltete sich bereits ein unglaubliches Farbfeuerwerk. Orange, Gelb, Rot, Pink und tausende Zwischentöne – traumhaft.

20110922-073750.jpg

Beim Aufstieg (nochmal gut 20 Minuten – das Teil ist grösser als man denkt) habe ich immer wieder innegehalten und mir die wilden, bizarrschönen Strukturen im Sandstein angeschaut.

Zu meiner grossen Freude habe ich den ganzen Tag niemanden gesehen und hatte den Yellow Rock für mich – yeah! Trotz der 30+° war es oben dank eines frischen Lüftchens sehr angenehm und ich habe sogar ein kleines Nickerchen gemacht.

Ich habe mehr als 2 Stunden auf dem Gipfel verbracht, die Aussicht genossen und ein paar Bilder geschossen.

20110922-074239.jpg

20110922-074358.jpg

20110922-074424.jpg

20110922-075213.jpg

20110922-074534.jpg

Um 16:20h habe ich mich auf den Rückweg gemacht und nach 40 Minuten war ich zurück am Trailhead. In der Kühlbox waren jede Menge leckerer eisgekühlter Drinks, von denen ich zwei auch auf der Stelle runtergeschlürft habe.

Sehr sandig und verschwitzt ging es dann weiter nach Page, wo ich für 2 Nächte im Days Inn & Suites eingechecked habe. Am Wochenende ist hier ein Musikfestival und das gesamte Kaff ausgebucht. Ich werde also morgen so oder so weiterfahren. Heute ist Müßiggang angesagt. Vielleicht gehe ich heute abend mal zum Horseshoe Bend. Oder Spare Ribs essen. 😉

20110922-083931.jpg

4 Comments

  1. wunderschöne Fotos! Echt da will ich auch hin :-).
    Gruß aus Quickborn
    Etti

    • Alles ist möglich. Die Sandsteine werden jedenfalls auf uns warten. 😉

  2. bitte mehr

  3. Freu mich und kann die Kommentare 1:1 nachvollziehen. Muss großartig sein dem als einziger “gegenüber” zu stehen.

    Super Reisebericht

    Frank

Leave a Reply

Latest Posts

  • Leaving Las Vegas
    Stürmisches Wetter kündigt sich an. Aber immerhin konnte ich...
  • Zivile Ordnung
    Es ist wirklich erstaunlich, daß die zivile Ordnung in...
  • Game over
    Leider geht ein anstrengender, aber doch gelungener Trip nun...

Recent Comments

April 2025
M T W T F S S
« Apr    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930